Plastikmüll reduzieren

So können Sie Plastikmüll reduzieren

Strohhalme, Wattestäbchen: Die EU will ein breites Plastikverbot. Bis es so weit ist, können Sie den Plastikmüll aus Kunststoffen selbst reduzieren. Hier ein paar Tipps.

Getränke: Mehrweg statt Einweg

Plastikmüll reduzieren- Einweg Pet Flaschen


Bei Getränken gilt: Setzen Sie auf Mehrweg- statt auf Einwegverpackungen, sie sind die umweltfreundlichste Verpackungsalternative. Für unterwegs empfiehlt die Umweltberatung, Leitungswasser in Glas- oder Edelstahlflaschen zu füllen. All jenen, die es prickelnd mögen, empfiehlt die Umweltberatung Sodageräte, um Mineralwasserflaschen zu sparen. 

Verpackung: Mehr Produkt als Verpackung

Plastikmüll reduzieren- Einweg Plastiktüten


Kleine Einzelteile, verpackt in Plastiksackerln, die in Schachteln stecken, die wiederum in Plastik verschweißt sind: Viele Produkte sind weit mehr verpackt, als notwendig wäre. Meiden Sie solche Produkte – und verzichten Sie auch auf aufwendige Geschenksverpackungen. Die Devise sollte lauten: lieber mehr Produkt als Verpackung kaufen.

Kaffeebecher: Zeit nehmen

Plastikmüll reduzieren - Einwegverpackungen wie Coffe to go


Jährlich werden laut Greenpeace mehr als 100 Millionen Tonnen Plastik für Produkte hergestellt, die weniger als fünf Minuten genutzt werden. Dazu zählen auch Becher für „Coffee to go“. Verzichten Sie zumindest auf den Plastikdeckel oder bringen Sie einen Thermobecher von zu Hause mit. Oder: Nehmen Sie sich die Zeit und trinken Ihren Kaffee im Café, aus einer Tasse.

Kleidung: Auf Naturfasern setzen


Je mehr ein Kleidungsstück sein soll – knitterfrei, duftend, wasserabweisend -, desto mehr Chemikalien braucht es dafür. Textilien, die aus Chemiefasern hergestellt werden, verlieren bei jedem Waschgang Kunststofffasern. Wer auf Kleidung aus Naturfasern oder Naturfaser-Mischgewebe setzt, reduziert seinen Plastikeintrag in die Umwelt, raten die Experten von der Umweltberatung.

Mikroplastik: Aus Kosmetika


Die winzigen Plastikteilchen werden gezielt z. B. für den Gebrauch in Peelings oder Zahnpasten hergestellt oder entstehen aus größeren Kunststoffprodukten durch Zerfallsprozesse. Jeder Europäer schickt die Menge von 57 Plastiksackerln pro Jahr in Form von Mikroplastik in die Ozeane, rechnet der Verein für Konsumenteninformation vor. Daher gilt: Auf die Inhaltsstoffe von Kosmetika achten!


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Plastik in der Umwelt

Wer kennt sie nicht, die Bilder von Plastik übersäten Stränden? Oder von den unzähligen Plastikflaschen in Straßengräben? Oder von bunten Plastiksackerlfetzen in Sträuchern und Bäumen?

Die Vermüllung des öffentlichen Raums wird bei uns immer mehr zum Problem. Unter dem Fachausdruck „Littering“ versteht man das achtlose Liegenlassen und Wegwerfen von Abfällen.

Wie gelangt Plastik in die Umwelt?

Hauptübeltäter ist hier leider der Mensch. Achtlos in der Natur liegen gelassener oder weggeworfener Müll macht einen großen Teil des Problems aus. Die Firmen, die Einwegverpackungen erzeugen, können aber nicht aus der Verantwortung entlassen werden – immerhin nehmen sie in Kauf, dass ihre Produkte nach einer sehr kurzen Nutzungszeit zu Müll werden und wälzen so die Verantwortung auf die KundInnen ab.

So gaben die Bundesgärten in Wien erst vor kurzem bekannt, dass in den vergangenen zwei bis drei Jahren die Vermüllung stark zugenommen hat. Schuld daran seien die vielen To-go-Produkte (Kunststoff-Becher, -Dosen, -Teller, -Besteck und –Folien), die von nächtlichen BesucherInnen mitgebracht, konsumiert und dann vor Ort einfach zurück gelassen werden.

An Stückzahlen gemessen sind es die Dosen,

die am häufigsten im öffentlichen Raum landen, gefolgt von PET- und Glasflaschen. Besonders ärgerlich ist laut Angaben der Salzburger Behörden, dass inzwischen der Grasschnitt, der durch Mähen der Straßenböschungen anfällt, aufgrund der Verunreinigung mit Plastik und sonstigem Abfall als Restmüll behandelt werden muss.
Auch Abflüsse sind immer wieder mit Verpackungsmaterial verstopft.

Aber auch Wetterereignisse wie Wind, Stürme oder Hochwasser tragen Plastik in die Umwelt. Durch Wind kann der in der Natur oder im Mistkübel entsorgte Müll auch ins Meer geweht werden. Besonders stark betroffen sind davon Plastiksackerl aufgrund ihres leichten Gewichtes. Österreich ist zwar ein Binnenland, doch über die Donau kann auch unser Müll ins Meer gespült werden. So gelangen jährlich rund 40 Tonnen Plastik in die Donau, die ins Meer befördert werden.

Während ein Plastiksackerl

zwischen 10 und 20 Jahre benötigt, bis es zerfallen ist, dauert dies bei einer PET-Flasche rund 450 Jahre. Dadurch hat sich mittlerweile eine Gesamtsumme von rund 150 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren gebildet. Sollte diese Entwicklung weiter so voranschreiten, wird es im Jahr 2050 mehr Kunststoff als Fische im Meer geben.

Aber auch viele Kosmetika, vor allem Peelings, enthalten Kunststoffpartikel, die über Abwässer ins Meer gelangen, genauso wie Kleidung aus Polyester oder anderen Kunstfasern. Geschätzt wird, dass abhängig von der Textilart bis zu 3.000 Fasern pro Waschgang freigesetzt werden. Studien haben auch gezeigt, dass Fasern nicht vollständig in Kläranlagen entfernt werden können und häufig in gereinigtem Abwasser zu finden sind.